Jonglieren

Posted 7 January 2010 by brigitte and filed in mehr über...

Jonglieren ist eine Möglichkeit, das körperliche und geistige Wohlbefinden zu steigern. Es fördert die Konzentrationsfähigkeit,   die Reaktionsschnelligkeit, das räumliche Vorstellungsvermögen, sowie Zeit-, Rhythmus- und Gleichgewichtsgefühl. Durch die gleichmäßige Beanspruchung der Muskeln und des Bewegungsapparats wird die Beweglichkeit und Ausdauer erhöht. Jonglieren erhöht außerdem das periphere Sehvermögen und schult Koordination und Wahrnehmung. Nicht zuletzt ist Jonglieren eine gute Möglichkeit, durch seine beinahe meditative Gleichförmigkeit Stress abzubauen. Außerdem führt die Gewissheit, etwas Außergewöhnliches zu beherrschen, zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins.
Ziel des Jonglierens ist es, ein Muster aufrecht zu erhalten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei im  Loslassen: Statt mit den Augen den Bällen zu folgen schauen gute Jongleure dorthin, wo die Bälle beim Flug ihren höchsten Punkt erreichen. Mit der Zeit lernt der Spieler, die Bälle mit dieser Information blind zu führen und vertraut auf die Gesetze der Physik, die genau vorschreiben, welchen weiteren Weg der Ball nehmen wird.
Jonglieren kann so zu einer speziellen Form von Meditation werden:
Man konzentriert seine gesamte Aufmerksamkeit auf ein mehr oder weniger einfaches, dafür aber vollkommen periodisches und meist sehr symmetrisches Muster, das man völlig kontrollieren kann. Zum Vorausplanen oder Zurückschauen bleibt keine Gelegenheit, wenn man an der Grenze seiner Fähigkeiten jongliert muss man sich voll auf das Muster und dessen aktuellen Zustand konzentrieren. So ist es möglich, sich eine Zeit lang gedanklich völlig aus dem Alltag zu bewegen und innere Ruhe zu entwickeln. Dies ist auch der Kern der sog. Kontemplation, die im Gegensatz zur Meditation, nicht versucht den Geist zu leeren, sondern den sanften inneren Focus auf eine wiederkehrende, grundlegende mentale Aussage zum Leben, eine positive Affirmation oder die emotionale Befreiung von den Sorgen und Zwängen des Alltags richtet.